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Pfarrei St. Antonius von Padua Uchtelfangen:Pilgerreise, die nachwirkt: AUF DEN SPUREN DES HEILIGEN FRANZISKUS - 800 JAHRFEIER

Sieben Tage unterwegs, sieben Tage voller Begegnungen, Eindrücke und gemeinsamer Glaubenserfahrungen: Vom 7. bis zum 13. September 2026 machte sich unsere Pilgergruppe aus der Pfarrei St. Antonius von Padua Uchtelfangen auf den Weg nach Italien. Ziel unserer Reise war Assisi – die Stadt des heiligen Franziskus und der heiligen Klara.
Wallfahrt Assisi La Verna
Datum:
17. Sept. 2026
Von:
Pfarrei St. Antonius v. Padua Uchtelfangen
Wallfahrt Assisi La Verna

Bereits am ersten Tag führte uns die Fahrt durch Deutschland über die Schweiz nach Modena in Norditalien. Am nächsten Morgen ging es weiter durch die beeindruckende Landschaft Italiens, vorbei an Bologna, Florenz und dem Trasimenischen See. Am frühen Nachmittag erreichten wir schließlich Assisi. Bei einem ersten Orientierungsspaziergang konnten wir die besondere Atmosphäre dieser wunderschönen Stadt auf uns wirken lassen. Den Tag beschlossen wir mit einem gemeinsamen Gottesdienst in San Pietro und einem Abendessen im Hotel Castello.

Assisi – die Stadt des heiligen Franziskus
Der Mittwoch stand ganz im Zeichen des heiligen Franziskus. Wir besuchten zunächst die Grabeskirche, die imposante Basilika San Francesco. Nach einem Gottesdienst am Grab des Heiligen erhielten wir bei einer Führung durch einen Ordensgeistlichen Bruder Thomas Freidel Einblicke in die Oberkirche mit dem berühmten Freskenzyklus von Giotto sowie in die Unterkirche. Auch die Krypta mit dem Grab des heiligen Franziskus gehörte zu unseren Stationen.
Am Nachmittag begaben wir uns auf die Spuren der Kindheit und Jugend des Heiligen. Wir besuchten den Dom San Rufino, in dem Franziskus getauft wurde, sowie die kleine Kapelle San Francesco Piccolino, die mit seiner Geburt verbunden ist. Auch die Chiesa Nuova, an deren Stelle sich das väterliche Tuchgeschäft befand, gehörte zu unserem Weg.
Dabei wurde uns immer wieder bewusst, wie anders Franziskus gelebt hat als wir heute. Er entschied sich ganz bewusst für ein Leben in Einfachheit, Armut und Verzicht. Er wollte nicht möglichst viel besitzen, sondern frei sein für Gott und für die Menschen. Seine Unterkunft war oft einfach, seine Kleidung schlicht und seine Ansprüche an das tägliche Leben gering.
Gerade in unserer heutigen Zeit, in der vieles selbstverständlich geworden ist und wir häufig mehr besitzen, als wir eigentlich benötigen, kann uns Franziskus eine wichtige Frage mit auf den Weg geben: Was brauche ich wirklich zum Leben? Vielleicht müssen wir nicht auf alles verzichten. Aber vielleicht können wir lernen, mit etwas weniger auszukommen, bewusster zu leben und wieder mehr Wert auf das zu legen, was nicht käuflich ist: Zeit, Gemeinschaft, Frieden, Dankbarkeit und unseren Glauben.

Orte der Stille und des Gebetes
Am folgenden Tag führte uns unser Weg zunächst zu den Carceri, einem abgelegenen Ort am Hang des Monte Subasio. Zwischen Steinwäldern, kleinen Einsiedeleien und Felshöhlen fanden Franziskus und seine Brüder einen Ort des Gebetes und der Stille.
Am Nachmittag besuchten wir die Basilika Santa Chiara mit dem Grab der heiligen Klara und dem berühmten Kreuzbild von San Damiano. Anschließend führte uns ein Spaziergang zur Kirche San Damiano, die Franziskus eigenhändig restaurierte und die später zum Lebensort der heiligen Klara wurde.
Auch hier wurde die Einfachheit des franziskanischen Lebens greifbar. Franziskus und Klara zeigen uns, dass ein erfülltes Leben nicht davon abhängt, wie viel wir haben. Weniger kann manchmal mehr sein – wenn dadurch wieder Raum für das Wesentliche entsteht.

Auf den Spuren der ersten Brüder
Ein weiterer Höhepunkt unserer Pilgerreise war der Besuch von Rivotorto. Hier lebte Franziskus mit seinen ersten Brüdern einige Zeit in einem einfachen Stall. Viele Erzählungen über das Leben der ersten franziskanischen Gemeinschaft sind mit diesem Ort verbunden. Danach ging es nach Santa Maria degli Angeli. Die beeindruckende Basilika beherbergt die kleine Portiunkulakapelle, die Franziskus besonders verehrte. Hier gründete er seinen Orden und hier endete auch sein irdischer Lebensweg.
Besonderer bewegender Moment war die Begegnung mit dem Gedenken an Carlo Acutis, dessen Grab sich in Santa Maria Maggiore befindet. Sein Zeugnis eines jungen Menschen, der seinen Glauben mitten im Alltag lebte, bildete eine besondere Brücke zwischen der franziskanischen Spiritualität und unserer heutigen Lebenswelt.


La Verna – ein Ort der Stille 
Am Samstag hieß es Abschied nehmen von Assisi. Unser Weg führte uns zum Berg La Verna in der Toskana. Hier empfing Franziskus im Jahr 1224 die Wundmale Christi. Der von einem Kloster umschlossene Ort mit seinen Gebetsstätten und der Kirche Santa Maria degli Angeli vermittelte noch einmal eine ganz besondere Atmosphäre. Am Sonntag führte die Rückfahrt über die Schweiz und Frankreich schließlich wieder in unsere Heimat und in unsere Pfarrei St. Antonius von Padua Uchtelfangen.

Was bleibt? 
Hinter uns liegen erlebnisreiche Tage mit vielen Kilometern, eindrucksvollen Kirchen und Landschaften, vor allem aber mit vielen gemeinsamen Momenten. Wir durften Orte kennenlernen, an den Franziskus und Klara ihren Glauben verwirklicht haben, gelebt, gebetet, gestorben sind. 
Vielleicht ist das Schönste einer solchen Pilgerreise, dass man nicht nur an einen besonderen Ort fährt, sondern etwas von diesem Ort mit nach Hause nimmt: die Erinnerung an gemeinsame Gebete und Gottesdienste, an Begegnungen und Gespräche, an Stille und Gemeinschaft.
Und vielleicht nehmen wir auch einen Gedanken des heiligen Franziskus mit in unseren Alltag: Wir brauchen nicht immer mehr, um glücklicher zu werden. Manchmal genügt es, mit weniger auszukommen und dadurch wieder mehr vom Wesentlichen zu entdecken.

Ein herzliches Dankeschön
Zum Abschluss gilt unser ganz besonderer Dank der Wallfahrtsleitung Herrn Pastor Andreas Müller und Herrn Pastor Johannes Schuligen. Mit viel Engagement, Organisation und Herzblut wurde diese Pilgerreise vorbereitet und begleitet. Für die gute Planung, die vielen kleinen und großen Dinge im Hintergrund, die während einer solchen Reise selbstverständlich erscheinen, aber keineswegs selbstverständlich sind, möchten wir von Herzen Danke sagen.

Danke für die schöne Gemeinschaft, für die geistlichen Impulse und dafür, dass wir gemeinsam auf den Spuren des heiligen Franziskus unterwegs sein durften.

Möge die Erinnerung an Assisi in unserer Pfarrgemeinde weiterleben und uns daran erinnern, dass Glaube dort lebendig wird, wo Menschen sich gemeinsam auf den Weg machen.